Predigt für Kleine und Große zum Ostermontag: „Das Leben gewinnt!“

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Veröffentlicht am Mo., 13. Apr. 2020 08:00 Uhr
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Predigt für Kleine und Große

„Das Leben gewinnt!“

 Zum Ostermontag, 13.4.2020

Pastor Fabio Fried


Die Predigt können Sie hier als Predigtpodcast anhören


Liebe Gemeinde,

Kleine und Große und alle dazwischen,

das ist wirklich ein besonderes Osterfest, das wir in diesem Jahr erleben.

Eigentlich wollten wir ja auch dieses Jahr am Ostermontag wieder mit ganz Vielen gemeinsam in der Kirche einen bunten Ostergottesdienst für Kleine und Große feiern.

Das geht leider dieses Jahr nicht. 

Ist Ostern deshalb abgesagt? Zum Glück nicht!

Seit gut 2000 Jahren erinnern wir uns an Ostern an eine wunderbare Geschichte:

Sie fängt an mit dem Vermissen und traurig Sein. Das ist ein Gefühl, dass in dieser Zeit wahrscheinlich viele kennen. Wir vermissen unsere Freunde, die wir im Moment nicht sehen dürfen, Kinder vermissen ihre Großeltern und Oma und Opa vermissen ihre Enkel, die sie gerade nicht besuchen dürfen. 

Viele, die jetzt zuhause im „Homeoffice“ arbeiten vermissen auch ihre Arbeit und die Kollegen, die man dort trifft. Und wenn man die ganze Zeit zuhause ist dann kann man davon auch mal richtig traurig werden, oder wütend.

Die Frauen in der Ostergeschichte waren vielleicht beides, traurig und wütend. Ganz sicher haben sie jemanden schrecklich vermisst. Es war Jesus, der am Karfreitag gekreuzigt wurde und gestorben war.  

Wen ein Mensch stirbt, dann ist das natürlich das größte Vermissen, das man sich vorstellen kann. Weil wir den Menschen dann zumindestens hier auf der Erde nicht mehr wiedersehen. Dann hilft es meistens sich gut zu erinnern an all das Schöne, das wir mit diesem Menschen erlebt haben.

Viele hängen dafür Fotos von dem Menschen auf, den sie vermissen. Manche bewahren Gegenstände von dem Menschen auf. Für ganz viele ist ein guter Ort zum Erinnern auch der Ort, an dem der Mensch begraben wurde, weil sie sich ihm da ganz nah fühlen können.

Genau das hatten die Frauen in der Ostergeschichte auch vor. Sie haben sich am Ostermorgen auf den Weg zum Grab von Jesus gemacht.

Jesus war in einem Hügelgrab begraben worden, also in einer Höhle. Und vor die Höhle hatten die Leute einen riesigen Stein gewälzt.

Die Frauen sind also unterwegs zu diesem Grab und entdecken als sie ankommen das Osterwunder: Der große Stein ist nicht mehr da. Das Grab ist leer. Jesus lebt. Die Leute haben damals gesagt: Er ist auferstanden!

Wie ein Lauffeuer hat sich diese gute Nachricht damals verbreitet. Und bis heute feiern wir an Ostern, dass Jesus lebt.

Diese gute Botschaft, dass Gott stärker ist als der Tod, gibt auch heute noch ganz vielen Menschen Hoffnung. Hoffnung darauf, dass der Tod nicht das Ende ist. Dass wir irgendwann auch die Menschen, die wir jetzt vermissen weil sie gestorben sind, wiedersehen. Dass das Leben gewinnt. Weil Gottes Liebe stärker ist als der Tod.

Das ist eine wunderbare Nachricht und natürlich feiern wir sie auch in diesem Jahr. Ostern ist also nicht abgesagt.

Ostern findet in den Häusern bei den Familien statt - also bei euch. Überall da, wo Menschen das Osterfest feiern ist Ostern.

Vielleicht habt ihr zum Beispiel zuhause geschmückt und Ostereier aufgehängt. Die Eier sind ein altes Symbol für das Leben, das wir an Ostern feiern.

Oder vielleicht kennt ihr den Brauch ein Osterlamm zu backen? Ich mache das immer mit meiner Familie. Das Lamm ist ein altes Symbol für Jesus.

Ostern ist also überall da, wo ihr es feiert. Und ich finde es kommt gerade zur rechten Zeit. Denn das Osterfest erinnert uns daran, dass das Vermissen und Angst haben und auch schwierige Zeiten nicht für immer dauern.

So freuen wir uns zuhause mit: Jesus lebt - das Leben gewinnt! Ich wünsche euch allen frohe und gesegnete Ostern

Ihr und Euer Pastor Fabio Fried

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